Lesen Sie hier „Gibt es eine Krebsdiät“ aus dem Titel „Dichtung und Wahrheit in der Krebsfrage“ von Dr. med. Dr. phil. Johannes Kuhl aus dem Jahre 1964

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Wir werden Auszüge aus der Literatur von Dr. Johannes Kuhl hier nach und nach im WEB veröffentlichen, weil es traurig ist dass solche einfachen, billigen und nebenwirkungsfreie Methoden, die von einem praxiserfahrenen Krebsmediziner über Jahrzehnte gewonnen wurden heute fast vergessen sind.

Welche Stagnation es bei Verständnis und Behandlung von Krebs seit Jahrzehnten gibt, können Sie in dem unten stehenden Buchauszug nachlesen. Dieses Buch wurde vor über 40 Jahren verfasst, und zwar nachdem Dr. Kuhl mit seiner fundierten und erprobten Ernährungstherapie bereits 20 Jahre Erfahrung und Erfolge an vielen hundert Kranken verzeichnet hatte. Erfolge die weit über die schulmedizinische Erfolgsquote hinausgegangen sind. Der arme Kuhl, hat wie andere Ganzheitsmediziner auch ein Leben lang gegen das Establishment gekämpft, in der Hoffnung und im guten Glauben dass sich seine Erkenntnisse durchsetzen, zum Wohle der Erkrankten. Kuhl würde sich im Grabe umdrehen wenn er wüsste dass die Behandlung von Krebskranken im Grunde noch nicht weiter ist als damals. Und dabei Jahr für Jahr mehr Menschen neu erkranken und mehr Menschen an Krebs sterben. Alle Blockierer, an der Behandlungsfront, in der in Wissenschaft aber auch in den Parlamenten und in den Behörden möchten sich fragen ob sie diese traurige Situation, an der sie mit schuldig sind, mit Ihrem Gewissen vereinbaren können und ob sie möchten dass das unverändert so weiter geht!?

Wer mehr über die Kuhlschen Erkenntnisse und über seine erprobten Ernährungsempfehlungen erfahren möchte besorge sich einen der antiquarischen Titel „Schach dem Krebs“ von Dr. med. Johannes Kuhl oder „Eine erfolgreiche Arznei- und Ernährungsbehandlung gutartiger und bösartiger Geschwülste“ , immer wieder erhältlich bei Amazon.


Buchauszug – man könnte meinen es sei heute geschrieben


Eine spezielle Kostform ist noch nicht bekannt! Diese falsche Aussage wird auch heute, 40 Jahre nach den Ausführungen von Kuhl zu allem Übel und zum Schaden der an Krebs erkrankten noch vertreten.

Gibt es eine spezielle Diät, die Krebs verhüten oder das bösartige Wachstum zum Stillstand bringen kann? Zu diesem Thema hat sich Professor Dr. Hans Glatzel geäußert, der die klinisch-physiologische Abteilung des Max-Planck-Instituts für Ernährungsphysiologie in Dortmund leitet.

„Die Krebsdiäten“, so sagt Professor Glatzel, „die immer wieder enthusiastisch empfohlen werden, um in kurzer Zeit in Vergessenheit zu geraten, beruhen so gut wie ausnahmslos auf theoretischen Vorstellungen ohne tragfähige experimentelle oder klinische Grundlagen.“

„Bereits ein Vergleich der empfohlenen Krebsdiäten zeigt, wie sehr theoretische Überlegungen, nicht praktische ärztliche Erfahrungen an zahlreichen Kranken bei der Aufstellung der Diät Pate gestanden haben. Manche „Krebsapostel“ fordern Ersatz aller tierischen Fette durch pflanzliche, andere wieder verbannen überhaupt alle Fette von der Speisekarte. Wieder andere verbieten Kohlenhydrate. Manche halten es für heilsam, den Fleisch-, also den Eiweißverbrauch, einzuschränken, und mindestens die Hälfte aller Nahrungsmittel – es müssten also wohl Kohlenhydrate sein – roh zu genießen. Daneben gibt es Verfechter einer möglichst hochwertigen und reichlichen Speisenkarte.“

„Kein verantwortungsbewusster Arzt“, so mein Professor Glatzel, „wird seine Krebskranken hungern lasse, solange er nicht wirklich überzeugt sein kann, den Kranken damit auch nur mit einiger Aussicht auf Erfolg helfen zu können.“ Und er schließt mit der Ansicht: „Eine spezifische Kostform, von der eine Minderung der Erkennungsneigung oder eine Hemmung des Krebswachstums mit einiger Wahrscheinlichkeit erwartet werden könnte, gibt es bis heute nicht. Vom Kranken erfordern diese angepriesenen Krebsdiäten ein ungewöhnliches Maß an Verzicht und Unbequemlichkeit, vom Pflegepersonal einen hohen Aufwand an Zeit und Mühe. Eine Besserung des Leidens aber kann diesen negativen Tatsachen nicht gegenübergestellt werden.“

Vorstehende Behauptungen sind also die neuesten „wissenschaftlichen Ergüsse“ des Herrn Professor Glatzel, den ich oben als „Weißbrotspezialisten“ betitelt habe.

In einer Sternnummer, etwa vor Jahresfrist, behauptete dieser „Ernährungsfachmann“, dass das Weißbrot für den heutigen Menschen bekömmlicher und zuträglicher sei als das Vollkornbrot. Dieser Unsinn wurde ihm nicht einmal von den Anhängern der Deutschen Gesellschaft für Ernährung abgenommen. Glatzels neueste Behauptung, dass es eine spezifische Kostform, von der, wie er sagt, eine Minderung der Erkrankungsneigung oder eine Hemmung des Krebswachstums mit einiger Wahrscheinlichkeit erwatet werden könnte, bis heute noch nicht gibt, ist völlig absurd. Dies beweise ich schon über 2 Jahrzehnte in meiner ausgedehnten Krebspraxis.

Glatzel ist hier, wie viele andere, ein Nachplappere. Seine Behauptung ist ebenso töricht wie eine etwaige aufgestellte Behauptung, es gäbe auf Erden nur Menschen und Tiere, aber keine Pflanzen.

Wenn Solche „wissenschaftlichen Ernährungsexperten“ an staatlichen Instituten tätig sind – vielleicht noch als Lehrer für Medizinstudenten und Berater von Ärzten – dann brauchen wir uns keineswegs zu wundern, dass die chronischen Allgemeinerkrankungen und mit ihnen der Krebs heute noch so erschreckend zunehmen. Alle diese Erkrankungen sind nach meinen Erkenntnissen und langjährigen praktischen Erfahrungen Ernährungskrankheiten, d. h. durch eine lang andauernde falsche, nicht gesteuerte Ernährung bedingt, genau so wie die Beri-Beri, der Skorbut und Pelagra.

Die einzige Möglichkeit, diese Irrlehrer wenigstens in etwa an einer weiteren Verbreitung ihrer falschen Lehren in der Öffentlichkeit zu hindern und so der Volksgesundheit zu dienen, ist leider, was aber eine zwingende Notwendigkeit ist, sie bloßzustellen. Auf eine sachlich geführte, theoretisch wie praktisch fundierte ärztliche Diskussion oder Arbeit gehen sie, wie ich es wiederholt erfahren habe, nicht ein. Sie verhalten sich von vornherein ablehnend und verschließen nicht nur ihre Ohren, sondern auch ihre Fachblätter der Aufnahme neuer, zur Diskussion gestellter Lehren. Auf der anderen Seite aber verkünden sie heuchlerisch, alles zum Wohle der Krebskranken erproben zu wollen, was diesen nützen könnte. In Wirklichkeit denken diese Heuchler aber gar nicht daran, die zu tun, sondern halten stur an ihrer kümmerlichen, völlig unzureichenden Krebstherapie fest.

Auch mangelt es diesen Ewiggestrigen an der so notwendigen Gesamtschau des Krebsleidens, da ihnen auf diesem Gebiet die einschlägigen, den ganzen kranken Menschen berührenden, therapeutischen Erfahrungen fehlen. Sie sind Dogmatiker und von dem sich örtlich manifestierenden Tumor, dem allein ihre therapeutische Aufmerksamkeit gehört, hypnotisiert.

Die Medizin ist aber vorwiegend eine Erfahrungswissenschaft, und die in ihr geltenden Heilgesetze, auch auf dem Krebsgebiet, sind nicht nur mit der Anwendung des allopathischen und hier, was ich besonders betonen möchte, des technisch-therapeutischen Prinzips erschöpft. Die Lösung des Krebsproblems liegt zudem in der Vorbeugung und nicht in der Therapie. Die Übernahme dieser Erkenntnisse würde auch viele staatliche Subventionen überflüssig machen. Vielleicht liegt hier der Pudel begraben.

Die Erkenntnis, dass das Krebsproblem ein Ernährungsproblem ist, wird sich aber trotzdem über kurz oder lang durchsetzen, auch wenn der Kampf zur Zeit noch hart ist und aussichtslos erscheint.

Die Opfer der hartnäckig vertretenen schulmedizinischen Irrlehren auf dem Krebsgebiet sind die vielen Millionen Toten, die jährlich an Krebs krepieren müssen – der Krebstod ist nämlich kein Sterben, sondern durchweg ein Krepieren -, weil ihnen diese Halsstarrigen, Besserwisser und Unbelehrbaren den Weg zur Wahrheitsfindung und der praktischen Hilfe auf dem Krebsgebiet versperrt haben.

Man verzeihe mir diese harten Worte. Hier geht es aber nicht um die Beseitigung eines Schnupfens, sondern um das Wohl und Wehe, ja zu oft um das nicht gottgewollte, qualvolle Sterben von Millionen Menschen. Dieser qualvolle Tod wäre aber heute nicht mehr nötig, wenn auf dem Krebsgebiet nicht dauernd mit falschen Behauptungen operiert und man sich von offizieller Seite nicht weiterhin neuen, erfolgreichen Methoden in der Krebsbekämpfung verschließen würde, um allein an den heutigen, völlig unzureichenden technischen und z. T. krebsfördernden Behandlungsmethoden festzuhalten. Das ist nicht nur unverantwortlich, sondern verbrecherisch.

Aber auch das soll noch ohne Übertreibung gesagt werden: Auf keinem Gebiet der Medizin ist der Mensch seit Jahrzehnten und auch heute noch ein solches Versuchskaninchen wie auf dem Krebsgebiet.

Viele Ärzte sperren sich im Falle einer eigenen Krebserkrankung , worüber Dr. med. Mühlbächer, Berlin, berichtete, gegen ihre „klassischen“ schulmedizinischen Krebstherapien, die ein groß angelegter Propagandarummel der unwissenden Öffentlichkeit als allein seligmachend einzuhämmern sucht. Diese krebskranken Ärzte wollten nicht einmal ihre eigene, sie betreffende Krebsdiagnose wahrhaben, da sie wissen, dass dies ihr Todesurteil ist.

Der ahnungslose, unwissend Patient aber wird mit der Phrase: „Sie spielen mit Ihrem Leben“ für alle therapeutischen Experimente weich gemacht. Der Experimentator kann dann straffrei handeln. Wer aber als biologisch denkender Arzt diesen Irrlehrern entgegentritt, der wird als Scharlatan, Kurpfuscher, ja oft, wie ich, als Verbrecher bezeichnet oder gar wie Dr. Issels, Dr. Leiprecht, Dr. Smend u. a. vor den Richter gezerrt. Die staatlichen Richter, einseitig belehrt und meist bar jeder einschlägigen medizinischen Sachkenntnis, sind dann oft die Vollstrecker dieses Urteils.

Als nur einen aus vielen Gegenbeweisen für die unsinnige Behauptung Prof. Glatzels, dass es keine Krebsschutz- und –heilkost gibt, möchte ich hier auch noch eine Tatsache aus einer Abhandlung des Hessischen Ärzteblattes, Heft 9, 23. Jahrgang, Sept. 1962, erwähnen. Dort ist auf Seite 470 unter dem Titel „Krebs, ein Weltproblem“ u. a. vermerkt: „Leberkarzinom (Kwaschiokor genannt) ist Südostafrikas bedrohlichstes Krebsproblem.“ Im Schlussabsatz dieser Abhandlung heißt es dann wörtlich weiter: „Kwaschiokor kann mit Buttermilch leicht geheilt werden. Aufklärende Erziehung und das Zugänglichmachen dieser billigen Proteinquelle für die Allgemeinheit (hier ist aber nicht das Protein, das in allen Milcharten enthalten ist, sondern die Milchsäure der Heilfaktor, der Verf.) könnte das Bild der Krebsleiden und des Krebstodes in Afrika in entscheidender Weise ändern. Es ist eine tragische Erscheinung unseres Zeitalters, dass die Wissenschaft bereits die Antwort auf einige unserer Probleme gefunden hat, dass wir aber bis heute nicht fähig waren, diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen.“ Dies schreibt ein Ärzteblatt und dürfte somit schwerer wiegen, als wenn die Tatsache in einem Volksgesundheitsblatt veröffentlicht worden wäre.

An dieser Stelle möchte ich nochmals an die überheblichen Worte des damaligen Rektors der Bonner Universität und des dortigen Medizinprofessors Dr. med. Steudel anlässlich der Bonner Ringvorlesung im Jahre 1958 erinnern, die mit Beifallsgetrampel von den anwesenden Ärzten aufgenommen wurden, nämlich: „Ein Arzt, der heute noch mit Sauerkraut heilt, ist nur eine Witzblattfigur.“ Man könnte daraufhin versucht sein, mit Schopenhauer in abgewandelter Form zu sagen: „Ich verachte die Schulmedizin wegen ihrer überschwänglichen Dummheit und schäme mich, ihr anzugehören.“ Zitiert in abgewandelter Form nach Geyer: „Über die Dummheit“).

Zu den Besserwissern gehört auch der medizinische Publizist und Volkswirt Dr. rer. oec. Ralph Bircher, der noch im Schatten der Sonnenkost seines großen Vaters ruht und im Heft 6, Juni 1961, seiner Zeitschrift „Wendepunkt“ auf Seite 279 behauptet: „Keine Kost, auch nicht die Kuhl’sche, kann Krebs und andere chronische Krankheiten verhüten, weil diese auch noch andere Ursachen außerhalb der Ernährung haben.“

Herr Ralph Bircher, der glaubt, mich nach dem Inhalt meiner Bücher und Vorträge für verantwortungslos halten zu müsse, – (auch die mir bekannte deutsche Ärztin, Irene von Unruh, die Verfasserin des Buches „Traumland Hunza“, wurde von dem schlecht informierten Dr. Ralph Bircher unfair angegriffen, als diese als landeskundige Expertin, die im Gegensatz zu Herrn R. Bircher längere Zeit bei den Hunzas gelebt hatte, ihm darin widersprach, dass die Hunzas ein Volk ohne Krankheiten sind) – kennt also meine Krebsursachenkette nicht und bekennt durch seine vorstehenden Zeilen außerdem, dass die Sonnenkost seines großen Vaters uns nicht vor Krebs und anderen chronischen Krankheiten schützen kann, jene Ernährung, von der Ralph Bircher am Schluß seines Kurzberichtes behauptet: „Wer sie kennt, dem muss man nicht mehr sagen, dass eine besser verhütende und heilende Ernährung nicht gefunden worden ist.“ Hier verrät Dr. Ralph Bircher seine große Rückständigkeit in Ernährungsfragen. Die Krebsschutz- und –heilkost ist da und wissenschaftlich begründet. Es ist aber nicht die Sonnenkost seines großen Vaters. Damit wird sich der Volkswirt R. Bircher abfinden müssen.

Mit diesen neunmal klugen Besserwissern ohne eine einschlägige praktische Erfahrung und mit überholtem theoretischem Wissen, unbelehrbar, dreist in ihren unbewiesenen Behauptungen, werde ich mich in Zukunft nicht mehr befassen. Die Zeit und die wachsenden Erfahrungen meiner Anhänger arbeiten für mich. Auch habe ich Zeit zu warten. Ich begrüße, nebenbei gesagt, jede Kritik. Sie darf jedoch keine groben Unkenntnisse verraten. Der Unwissende ist nur zu informatorischen Fragen berechtigt.

Zu Beginn dieser Abhandlung erwähnte ich, dass die Beweisführung über die natürlichen pflanzlichen Milchsäure-Gärungsprodukte als Krebsschutz- und –heilkost in meinen Büchern zu finden sei. An dieser Stelle möchte ich nur einen Brief folgen lassen, dessen Inhalt ebenfalls meine Erkenntnisse über die Michsäure-Gärungsprodukte als die Krebsschutz- und –heilkost stützt.

«Sehr geehrter Herr Dr. Kuhl!

Bei meinem letzten Besuch bei Ihnen (Anfang Januar d. J.) haben Sie mich gebeten, meine Schwester in der Ukraine schriftlich zu fragen,

1. ob dort eine milchsaure Kost täglich gegessen wird und

2. ob dort Krebserkrankungen vorkommen, und in welchem Maße.

Da die Post nach der UDSSR (Rußland) sehr langsam geht, komme ich erst heute dazu, Ihnen zu schreiben.

Meine eine Schwester, die in der Ukraine ziemlich in der Nähe der polnisch-rumänischen Grenze lebt (die nächsten Städte sind: Kamenez-Podolsk, Schitomir, Berditschew usw.), bestätigt mir, daß dort jeden Tag Bortsch, Kascha und selbstgebackenes, mit Sauerteig zubereitete Brot aus Vollkornmehl gegessen wird. Außerdem werden sehr viel die eingesäuerten Gemüsesorteny wie Sauerkraut, Salzgurken, saure (eingesäuerte) Äpfel, eingesäuerte Tomaten, rote Beete usw. genossen.

Von Krebserkrankungen wissen die Dorfbewohner nur vom Hörensagen. In dem Dorf, wo meine Schwester als Lehrerin tätig ist, kamen bis jetzt noch keine Krebserkrankungen vor. In den Städten, wo die Kost «zivilisierter» geworden ist, sind die Krebserkrankungen bekannt, aber kommen nicht so häufig vor, daß sie zum Schrecken der Bevölkerung geworden wären, wie es hier im Westen der Fall ist.

(Meine andere Schwester ist in der Stadt Berditschew als Lehrerin tätig). Prozentzahlen konnten nicht angegeben werden. Diese Angaben entsprechen ungefähr auch meinen Erfahrungen aus Rußland (ich selbst bin in Rußland groß geworden und erst 1944 nach Deutschland gekommen).

Bortsch ist eine russische Gemüsesuppe. Sie wird jeden Tag am Anfang des Mittagessens mit einer oder mehreren Scheiben Vollkornbrot gegessen. Bestandteile: Kohl, rote Beete, Kartoffeln, Bohnen, Möhren, nach Belieben auch Sellerie, Zwiebel u. a. Gemüse, je nach Jahreszeit. Alles wird kurz gekocht und, wenn es gar ist, mit eingesäuerten roten Beeten nach Geschmack säuerlich zubereitet. Wenn die Teller gefüllt sind, kommt in jeden Teller Bortsch noch 1 bis 2 Löffel saure Sahne dazu. Jeden Tag gibt es auf jeden Fall kein Fleisch! Bortsch ist mehr ein ukrainisches Wort. Die echt russische Bezeichnung für diese Speise (evtl. mit kleinen Abweichungen in der Zubereitungsart) ist: «Schtschi».

Bortsch kann mit und ohne Fleisch gekocht werden. Es gibt ein russisches Sprichwort: «Schtschi da Kascha – Pisch- tscha nascha». Übersetzt: Gemüsesuppe und Brei sind unsere Nahrung (tägliche Kost). Das sagt der einfache Russe öfter, um die Bescheidenheit seiner täglichen Kost zu unterstreichen. Kascha-Brei wird aus verschiedenen Körnern (grob geschrotet) gekocht und – ähnlich wie Kruska – mit Milch gegessen. Manch- mal ißt man Kascha mit Butter, Quark, saurer Milch usw. Ich selbst habe in meiner Jugend viel Kascha-Sorten gegessen: Hafer-, Hirse-, Weizen-, Gerste-, Buchweizenbrei usw. Nach Weihnachten bis Ostern gab es lange Wochen Fastenzeiten, in denen nur öl und Milch als Fett genossen wurden. Fleisch und Butter in diesen Wochen zu essen, galt als Sünde. Die Kinder und alten Menschen brauchten sich an diese Regel nicht zu halten. Im allgemeinen ißt der Russe viel öl (und Sonnenblumen- kerne), weil er nicht so viel Fleisch und Speck hat. Zivilisationskrankheiten habe ich bis 1944 in Rußland nicht gesehen.

Hoffentlich genügen Ihnen diese Angaben.

Mir geht es gut. Ich lebe nach Ihrem System und fühle mich weiterhin wohl. Ihr milchsaures Schimmel-Müsli ißt mein Mann auch. Wir beide machen es in unserem Bekanntenkreis bekannt und geben Kostproben ab. Auch meine Besucher habe ich da- mit bewirtet. Ich befinde mich zur Zeit in Bad Salzuflen zur Kur und bekomme hier vegetarische Kost und einmal in der Woche Fleisch. Zur Anregung des Kreislaufes bekomme ich hier Solbäder und Ganzmassagen. Hoffentlich ist dies richtig?»

Mit freundlichen Grüßen

Ihre dankbare

H.K.

…. Fortsetzung folgt

An die Wissenschaft:
Daran erkenn` ich den gelehrten Herrn,
was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern;
was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar.
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr.
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

„Eine Wissenschaft, die der Ordnung, Ganzheit, Gesundheit nicht gerecht wird, sollte nicht „Wissenschaft“ genannt werden.“ – Karl Kötschau